Bein ab, ja und ?
  Zu meiner Person
 
Mein Name ist Jürgen Zeller.

Vor meinem Unfall war ich erfolgreicher Leistungssportler und beruflich eingespannt. Ein Hans Dampf in allen Gassen...Dann kam der Tag, der mein Leben brutal, für immer verändern sollte.

11 Sep 1983 an diesem Tag Verunfallte ich mit meinen Motorrad,  bei Tempo 70 km/h geriet ich unter die Leitplanken, dabei wurden mir beide Beine an der Unfallstelle abgerissen.

3 Monate war ich im Krankenhaus, als ich Heiligabend 1983 entlassen wurde begann mein Albtraum.

Mein Weg in mein ,,neues'' Leben war eine Desaster. Als ich aus dem Krankenhaus kam, natürlich im Rollstuhl, stand ich vor dem zunächst unlösbaren Problem, dass meine Wohnung im ersten Stock war.           Meine Hunde konnte ich nicht aus dem Auslauf holen, weil ein Bordstein mir den Weg  versperrt usw. usw. usw.


 
Viele Stunden der Verzweiflung nagten an meinem Lebenswillen.        Noch dramatischer wurde diese Ohnmacht, als ich zum ersten Mal als „Behinderter'' Anträge auf Hilfe stellte. In meinem Kopf waren die Bilder und den Millionenspenden von  „Aktion Sorgenkind'' und ich hatte tatsächlich den Glauben, dass behinderte Menschen in Deutschland unterstützt werden und es nicht am Geld scheitert, welch fataler Irrtum!

Wäre ich hier in die Depression gefallen, weil keine Perspektiven da waren, ich glaube ich hätte die Kraft und Energie nicht aus mir entzaubern können.

2 Jahre war ich gezwungen in der Wohnung zu bleiben. Kein Geld, keine Hilfe, kein Auto. Keine Seele kümmerte sich um mich. Keine Organisation, niemand. Nicht mal der Pfarrer aus dem Dorf ließ sich blicken, meine Freunde hatten alle Schieß mir gegenüber zu treten. Ich stand allein da, Familie gab es nicht, keine Freundin, Niemand nur meine 2 Hunde.
 
Internet und Selbsthilfegruppen gab es nicht in dem heutigen Sinne.
Sehr schnell merkte ich, dass wenn ich mir nicht selber helfe, ich drauf gehe!! Diese Mehrfachbelastung, ist zu viel für einen Menschen aus      Fleisch und Blut, dessen Seele leidet wie ein Hund.

Nach 2 Jahren und vielen Ablehnungsbescheide, den vielen unverschämten Bescheiden und Briefen der Behörden, ein Lichtblick! Eine Bekannte hatte wohl Mitleid mit mir und schenkte mir 4000 Mark, damit ich mir eine gebrauchtes
Auto mit Automatik kaufen konnte. Mein altes stand auf dem Hof, aber ich konnte keinen Schaltwagen fahren, mangels linken Beins... Die notwenige Umrüstung, Handbremse baute ich selber ein...und nun endlich begann ich wieder zu leben. Die ersten Meter, die ich mit dem Auto fuhr, waren für mich ein unbeschreiblichen Gefühl, quasi, wie die eigene erste persönliche Mondlandung!

Ich konnte überall hin wo ich hin wollte - endlich. In den 2 Jahren ohne Kfz habe ich mir das Laufen auf Prothesen selber beibringen müssen. Da es noch Zukunftsmusik war bezüglich C-Leg Prothesen, bin ich in den 2 Jahren bestimmt 250-mal gestürzt.

Ich weiß welcher Wille notwendig ist, um die ersten Schritte auf einer Prothese zu machen.  Das kann keiner nachvollziehen, kein Partner, keine  Arzt, kein Physio, Orthopäde, niemand! Es gibt eine Ausnahme, jemand der das schon alles gemeistert hat!

Seit vielen Jahren beschäftige ich mich mit ganzheitlicher Psychologie,  Psychosomatik, Metaphysik, sowie gesunder Ernährung und anderen Dingen, die man wissen sollte.

In der letzten Zeit, habe ich mein Wissen und meine Erfahrung mit Menschen geteilt, die in ähnlichen Lebenssituationen sind - waren wie ich. Allen konnte ich neue Perspektiven und Lösungen aufzeigen.


Geht nicht, gibt's nicht!
Bein ab, ja und ?

 
   
 
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